Wir stehen auf dem Parkplatz der Kart-Bahn. Bereit und entschlossen zur Umsetzung einer neuen Shooting-Idee. YEAH

Man braucht zur Umsetzung verrückter Ideen auch immer verrückte Menschen die bereit sind, ohne „wenn und aber“, mitzumachen. So ein Mensch ist unsere Braut. Sandra schreckt nicht einmal davor zurück, im Brautkleid und hochhackigen Schuhen in einem GoKart über die kurvenreiche Rennstrecke zu brettern.

So zumindest die Bildidee. In der Vorstellung ist ja erstmal immer alles möglich!

Dann stehen wir vor diesem kleinen Rennwägelchen und fragen uns, wie das wohl gehen soll. Normalerweise sitzen da ja Menschen in engen Rennanzügen drin. Menschen im Brautkleid wohl eher selten. Und das hat auch seinen guten Grund! ZWEIFEL

Aber genau das ist es ja, was mich an dieser Idee reizt – einfach kann ja jeder. Aber Sprüche wie „Wo ein Wille ist auch ein Weg!“ helfen da nicht wirklich weiter. Eine Sitzprobe ist angesagt.

Sandra schwingt sich in ihrem ungebremsten Tatendrang in das Brautkleid und dann in das Kart. Sie sitzt, aber das Brautkleid verdeckt ringsherum den Kart. Hat etwas von einem Hefezopf, der über die Backform quillt.

So kann man unmöglich damit fahren. Und die warnenden Worte der Aufsicht: „Ihr müsst darauf achten, dass das Kleid nicht über dem Auspuff liegt, sonst könnte es anfangen zu brennen!“ wollen wir in diesem Moment eigentlich eher nicht hören. ERNÜCHTERUNG

Nach einiger Zeit schaffen wir es aber dann, das Kleid (größtenteils) in den Sitz zu stopfen um zu verhindern, dass es im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kommt.

So geht es dann kurz darauf auf die Rennstrecke. Zuerst einmal geben wir Sandra etwas Zeit, sich mit dem Gefährt vertraut zu machen. Aber schon nach kurzer Zeit hat sie Spaß und ist im Geschwindigkeitsrausch, was dazu führt, dass sie beim Driften schon mal von der Bahn abkommt und im Reifenstapel landet. VOLLGAS

Während Sandra Spaß hat, habe ich ganz schön Streß damit, die Video- und Fotoaufnahmen hinzubekommen. Keine leichte Aufgabe bei der temporeichen Fahrt.

Aber irgendwann habe ich dann alles im Kasten. ERLEICHTERT

Irgendwann sind wir dann, etwas erschöpft aber sehr glücklich, auf der Heimfahrt. Mit einem Brautkleid, dass nun nicht nur nach Viehweide, sondern auch nach Benzin stinkt.