Ein Shooting auf der Kuhweide dürfte ja nicht so schwierig sein! So meine naive Vorstellung. Zaun auf, Braut rein, Kamera in die Hand und KLICK. Bis „Braut rein“ sind wir gekommen. Bei „Kamera in die Hand“ waren Maria, Hildegard und wie sie alle heißen, verschwunden. Denn nach kurzem Schnüffeln war denen klar: „Die gehört definitiv nicht in unseren Stall!“

Ernüchterung: Wir seelenalleine auf weiter Flur. Man sollte es nicht glauben, so ein Dickhäuter kann für sein Gewicht verdammt schnell (davon)rennen.

Wir mussten uns also erst einmal mit lecker Hafer einschleimen. So verloren die Vierbeiner allmählich ihre Angst und verliebten sich in Sandra. Nur waren jetzt nur noch Kühe und keine Braut mehr zu sehen. Irgendwann hatte wir dann aber die richtige Dosierung, sodass Kühe und Braut auf den Fotos zu sehen waren. Klick, Klick, klick.

Schnell hatte auch ich eine Freundin. Unbemerkt hatte sich ein Wiederkäuer von hinten angeschlichen. Ein intensives Schnuppern ging schnell in ein inniges Lecken über. Ein Erlebnis, das man nicht alle Tage braucht. Was man für die Umsetzung seiner fotografischen Ideen nicht alles über sich ergehen lass muss.

Am Ende des Shooting wurden unsere Geduld und Ausdauer dann noch damit belohnt, dass sich Sandra (mit großer Ehrfurcht) dem imposanten weißen Stier ganz dicht annähern konnte. Hier entstand das wunderbare Themenfoto zu dieser Story.

Übrigens: So ein Hochzeitskleid ist wie ein Wischmop. Etwa die Hälfte der Kuhfladen befinden sich nicht mehr auf der Kuhweide sondern im Brautkleid. Und danach riecht das Kleid auch.

Und nun viel Spaß beim Blick hinter die Kulissen dieses Shootings: